Folge deinem Herzen … in die Freiheit

Hast du dich vielleicht auch schon gefragt, wieso es Menschen gibt, die keine Mühe haben, Entscheidungen zu treffen?

Und die dann auch noch gut rauskommen, und sich im Nachhinein sogar als absolute Glücksentscheidungen entpuppen?
Oder weshalb gewisse Menschen, wenn sie erkannt haben, warum sie nicht glücklich sind, oder was sie nicht mehr in ihrem Leben haben möchten, so verflixt schnell sind und in kurzer Zeit ihr ganzes Umfeld zum Besseren verändern?
Wieder andere Menschen aber kämpfen oftmals und ringen lange mit sich, bis sie schliesslich, nach zermürbendem Denken, endlich eine Entscheidung treffen können. Kaum ist sie aber getroffen, bereuen sie dann schon wieder wie sie entschieden haben, weil Zweifel aufkommen, ob es wirklich die richtige Entscheidung war. In solchen Situationen verlässt uns dann der Mut und wir vertrauen uns nicht mehr. Kennst du das?

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Lange Zeit habe ich mich auch eher schwer getan, diese Selbstverantwortung zu übernehmen, habe auch lieber wichtige Entscheide anderen Menschen in meinem Umfeld überlassen. Ich habe mir immer wieder solche, obengenannten Fragen gestellt, bis mir bewusst wurde, dass diese sogenannten Glückspilze weder mit geheimnisvollen Genen auf die Welt gekommen sind, noch als Kind in ein Fass mit Zaubertrank gefallen sind.

Ich habe beobachtet, dass viele Menschen sich wünschen, dass andere Menschen ihnen Entscheidungen abnehmen. Sie möchten lieber nicht selber handlungsfähig werden müssen, und damit selbst-verantwortlich für ihr Leben.  Oftmals aus der Angst heraus, dass etwas schiefgehen könnte. Dann lieber jemand anderem die Entscheidung überlassen. Aber wir haben nie eine Garantie zum Erfolg, egal wer entscheidet. Aber umso schöner ist es, wenn Erfolg sich dann einstellt, dass wir wissen, es kam von uns selber, wir haben das so kreiert. Indem wir mutig für uns selber entschieden haben. Das gibt uns ein tolles Gefühl.
Ich glaube, dass jeder Mensch imstande ist, erfolgreiche Entscheidungen zu treffen, und tatsächlich fähig ist, sein Leben zu seinem Besten zu verändern. Nach dem Motto: ich habe etwas erkannt, und das habe ich jetzt verändert.
Jetzt fragst du dich vielleicht, wie denn das möglich ist?
Diese Entscheider, wie ich sie nenne, benutzen weder Kaffeebohnen in ihrer Hosentasche, noch würfeln sie heimlich.

Sie entscheiden dies einfach recht treffsicher, weil sie auf eine Stimme in ihrem Inneren hören.

Und auch noch darauf vertrauen, dass es gut rauskommt.
Normalerweise hören wir Menschen, wenn uns Situationen eine schnelle Antwort abverlangen, auf die Stimme der Vernunft. Diese Stimme sagt uns laut und meist sehr deutlich, was jetzt am besten zu tun und zu lassen ist, und wie wir damit eine eher risiko- und gefahrlose Entscheidung treffen. Diese Stimme in unserem Kopf, die hochrechnet aus der Vergangenheit, oder aus Erfahrungen heraus kalkuliert, will uns sicher wissen und uns überschaubare Resultate liefern, damit wir ja keine bösen Überraschungen erleben in der Zukunft. Diese Stimme will unser Überleben sichern, ist planbar, ist an Sicherheit orientiert, will vernünftige Entscheidungen. Man könnte auch sagen, diese Stimme ist die Stimme der Angst, weil diese Entscheidungen meistens aus Angst vor Unbekanntem getroffen werden.

Dann gibt es noch in uns eine andere,  zarte Stimme. Sie ist eher eine leise Stimme, fast nicht zu hören, weil sie meistens von der Stimme der Vernunft übertönt wird. Diese Stimme des Herzens entscheidet im Moment für den Moment, ohne hochzurechnen, was dabei herauskommt. Sie will uns nicht sicher wissen, sie will uns nicht bewahren vor Übel, sondern sie will uns lebendig machen und frei. Sie will Intensität und sie will Lebendigkeit. Sie will uns Dinge tun lassen, die uns tief im Herzen berühren…
Natürlich sind wir uns gar nicht gewohnt, dieser feinen Stimme zu lauschen, weil uns niemand gesagt hat, dass diese Herzensstimme überhaupt existiert. „… du da gibt es so eine Flüsterstimme in dir, versuche mal, diese zu hören…“
Also haben wir oft Entscheidungen gefällt, ohne uns zu fragen, ob es auch andere mögliche Antworten für unsere Fragen geben könnte. Auch wenn wir noch nachdenken würden über Alternativen, würde uns nichts einfallen, weil wir ja wieder unsere Stimme der Vernunft hören…
Eine gute Möglichkeit, diese Herzensstimme wieder zu hören, ist, uns die Zeit zu nehmen und sich in der Stille zu fragen:

Wenn ich diese Entscheidung so treffe, bringt es mir dann mehr Freiheit?

  • Berührt es mich im Herzen?
  • Begeistert es mich?
  • Bringt es mich voran?
  • Bringt es mir Entfaltung?
  • Bringt es mir Neues für mein Leben?
  • Bringt es mir mehr Möglichkeiten?
  • Bringt es mir mehr Freude?

Anstatt uns „vernünftig“ zu fragen, was uns denn mehr Sicherheit im Leben gibt, wo wir keine bösen Überraschungen erleben, wo uns das Leben nicht übel mitspielt, und wo uns auch wenig Neues und abenteuerliches erwischen kann…
Erst wenn wir uns bewusst werden, alles könnte auch ganz anders sein, als das was wir kennen, beginnt das Leben sich von einer ganz neuen, wunderbaren  Seite zu zeigen und zu entfalten, und dann können wir  unsere Herzensstimme um Unterstützung fragen…